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Frühjahrsprüfung der Hovawart-Übungsgruppe Gummersbach e.V. am 16.04.2011

Leistungsrichter Joseph Andreas Jais
Prüfungsleiter Petra Rothkamp
Fährtenleger Peter Thome und Roland Tafel
Helfer Marko Schultz



Wäre unsere Prüfung auch nur 2 Wochen später gewesen, hätte man auf der Fährte enorme Schwierigkeiten gehabt, die Hunde noch wiederzufinden. Der Wechsel von Sonne und Regen hatte das Gras ganz schön in die Höhe schießen lassen. Die Temperaturen hielten sich zum Glück in erträglichen Grenzen um die 16 Grad, aber ausgerechnet bei den langen FH2 Fährten zeigte sich die Sonne etwas intensiver und das merkte man dem ein oder anderen Hund dann doch an.

Überhaupt lag bei dieser Prüfung der Schwerpunkt eindeutig im Fährtenbereich. Vor allem die 4 FH2 Fährten stellten bereits im Vorfeld ein Problem dar; dafür benötigt man schon ein großes Gelände und dazu kamen ja immerhin noch 4 FPR und 2 VPG Fährten. Zum Glück kennt Peter ja sozusagen „Hintz und Kuntz“ und die Geländefrage war auch erledigt. Für die beiden Fährtenleger Roland und Peter fing jedoch der Prüfungstag schon richtig früh an. Da ich als Prüfungsleiterin fungieren musste und Sandy welpentechnisch verhindert war, mussten die Beiden alle Fährten alleine legen. Aber Bewegung hält ja gesund und so konnten wir also relativ pünktlich mit dem Absuchen beginnen. Die Suchleistungen und Ergebnisse waren im Großen und Ganzen recht gut, klar gab es auch hier das ein oder andere Problem, aber bis auf zwei Starter kamen alle erfolgreich über die Ziellinie. Fährtenprüfungen scheinen ja immer ihre eigenen Gesetze zu haben und bringen schon recht merkwürdige Verhaltensweisen von Hund und Hundeführer zu Tage: da findet es ein Hundeführer gar nicht seltsam, dass sein Hund unbedingt nach links will, obwohl dort knapp 20m weiter eine dichte Baumreihe mit Weidezaun steht. Bei drei Hunden trat eine plötzliche Blasenschwäche auf , während ein anderer wohl so unter Hungergefühlen gelitten hat, dass er mal ein Stück vom Gegenstand probieren wollte. Bei zwei Hundeführern entpuppte sich die Fährtenarbeit gar als Glaubensfrage. Aber eines ist sicher: in Zukunft werden sie ihren Hunden auf jeden Fall glauben, dass es an der besagten Stelle wirklich in den Bogen reingeht. Alles aber keine wirklichen Probleme. Selbst da, wo es am Schluss nicht ganz zum Bestehen gereicht hat, fehlte nicht viel und das holt Ihr bei der nächsten Prüfung wieder raus.

Nach einer essenstechnisch hervorragenden Mittagspause - großes Lob an die Küche !! - unter freiem Himmel - wohlgemerkt im April in Gummersbach !!!! - ging es mit den Unterordnungen weiter. Die 5 Unterordnungen im BH, UPR und VPG-Bereich liefen recht gut. Was zu einem Punkteabzug führte, waren die üblichen Sachen, die bei jeder Prüfung auftreten und - wirklich !!!! - im Übungsbetrieb zumindest so wie am Prüfungstag nicht gezeigt werden. Da kennt ein Hundeführer plötzlich die Kommandos beim apportieren nicht mehr richtig, aus Sitz wird Fuß und ach, kann ich vielleicht das Holz noch einmal werfen ?? Da wird sich gelegt, wo man doch sitzen sollte und wieso darf ich denn beim Steh meinem Herrchen nicht ein bisschen hinterher laufen ? Ihr wollt doch einen selbstständigen Hund, warum soll ich dann nicht schon mal alleine aus dem Vorsitz in die Grundstellung gehen ?
Aber das kennen wir doch alle von unseren eigenen Prüfungen und mit Sicherheit macht der Wauz das auch alles beim nächsten Übungsbetrieb nicht mehr. Was lernen wir daraus ? Hat es vielleicht doch an uns gelegen ??
Abschließend Schutzdienst, auch hier alles paletti und eh man sich versah, war auch diese Prüfung vorbei.

Vielen Dank an unseren Leistungsrichter „Sepp“ Jais, der uns durch eine faire und qualifizierte Richterleistung beeindruckt hat. Auf eine sehr humorvolle Art zeigte er jedem Hundeführer Stärken und Schwächen auf, erklärte detailliert einzelne Bewertungen und gab viele gute Tipps für den weiteren Weg. Neun Jahre ist es her, seitdem Herr Jais zum letzten Mal eine Leistungsprüfung in Gummersbach gerichtet hat. Es wäre schön, wenn es bis zum nächsten Einsatz bei uns nicht so lange dauern würde.

Ein großes Lob wieder einmal an unsere Küche. Ihr habt uns rundherum toll versorgt, sei es im Gelände oder auf dem Platz. Danke auch unseren beiden Fährtenlegern, Roland und Peter, und unserem Helfer Marko. Ein ganz persönlicher Dank von mir geht an Ines Mirbach, die wieder einmal die Prüfungspapiere vorbereitet hat. Da unser „eingefleischter“ Prüfungsleiter Rolf an diesem Wochenende verhindert war, musste ich kurzfristig einspringen und die tolle Vorarbeit von Ines hat mir einiges erleichtert.

Prüfung vorbei, aber in 2 Tagen geht es wieder weiter auf dem Platz, denn nach der Prüfung ist vor der Prüfung.

Petra Rothkamp



FPR1

Manuela Bresch mit Gando vom Widder Eck 85 Punkte



FPR 2

Margit Priesel mit Anuri von der Höh 59 Punkte

Edda Dieper mit Barus von der Sander Höhe 82 Punkte



FPR2/UPR2

Brigitte Klein mit Inka vom Teckenhahn 79/85 Punkte



UPR 3

Monika Eilhardt mit Deborah vom Purzelbaum 74 Punkte



BH

Martin Piroth mit Ira von der Hofreite bestanden



FH2

Dieter Böhm mit Baxter ex animo 74 Punkte

Christel Frese mit Akim von Hohenleina 80 Punkte

Gundula Fonti mit Akim vom Oberschultenhof 88 Punkte

Manuela Bresch mit Osima von der Helle 90 Punkte



VPG1

Martin Piroth mit Joshi v.d. Rheydter Höhe 62-85-82 229 Punkte



VPG3

Roland Tafel mit Sokrates vom Campemoor 88-78-85 251 Punkte



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