Fuß, Sitz, Platz, Hier, Steh, Bring, Hopp, Voraus

 

Den meisten Neueinsteigern liegt vor allem die Unterordnung (Gehorsam)

am Herzen. Denn in der sogenannten Unterordnung soll der Vierbeiner die

notwendigen Kommandos eines Hundelebens lernen.

 

Gerade Hovawart-Besitzer wünschen sich eine partnerschaftliche Beziehung,

keinen Kasernenhofdrill und keinen zackigen Gehorsam. Das bekommen sie bei

uns auch nicht. Aber genauso wenig können sie bei der Übungsgruppe Gummersbach antiautoritäre Erziehung oder die neusten “kynopädagogischen Diskurse”

verwirklicht sehen. Der Grund ist einfach : Hunde sind nicht liberal!

 

"Der Führer, der seine Macht mit Achtung ausübt, arbeitet von innen

nach außen, fängt bei sich selbst an". (Blaine Lee, The Power Principle)

 

Aus seiner ganzen Entwicklung heraus braucht der Hund einen überlegenen 

“Rudelführer”, ist er doch für ihn - dem Wolfserbe folgend - geradezu überlebenswichtig. Mehr als alle körperliche Übermacht imponiert dem Hund

die psychische Überlegenheit, ob beim Artgenossen oder beim Menschen.

Eine mangelnde Rangordnung durch falsch verstandene Tierliebe und Vermenschlichung dagegen sind das Schlimmste, was einem Hund passieren kann.

 

Mit ca. 8 bis 10 Monaten ist ein gutes Alter für die Ausbildung in der Unterordnung

auf dem Hundeplatz erreicht. Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel.

 

Bei der Unterordnung geht es darum, dass Hund und Hundehalter erst mal zu

einem souveränen Team zusammenwachsen. Die Beziehungsarbeit Mensch-Hund

steht auch hier im Vordergrund. Erfolgreiche Unterordnung mit dem Hovawart ist in

einer gelungenen Kombination aus vielen Komponenten möglich.

Erziehungsarbeit wird selbstverständlich geleistet - sie ist jedoch mehr Mittel zum Zweck.

Jeder Hundeführer muss das Erlernte zu Hause umsetzen können, denn die Ausbilder der Unterordnung verstehen sich nicht als “Hundeschul-Lehrer”.

Es geht um Hundesport. Was wir wollen, ist der freudig arbeitende Hund,

der gierig seinen Aufgaben nachkommt. Zeigen können Hund und Hundeführer

ihr Können zum ersten Mal bei der Begleithundprüfung. In der weiteren Entwicklung

ist die Unterordnung Teil "B" der Vielseitigkeitsprüfung.

 

 

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